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Machu Picchu, Inca Trail Peru
29. Mai 2015 | 0 Kommentare

Machu Picchu - 15 Tips für den Inca Trail

Die 15 wichtigsten Tipps für den Inca Trail

Ich höre euch fragen "Warum muss man unbedingt den Inca-Trail ablaufen, wenn man eigentlich gar nicht gerne wandert"? Vielen Dank für die Frage! Als wir unseren Trip durch Südamerika im letzten Sommer geplant haben, war klar, dass wir eine ähnliche Tour machen würden, wie Stefan im Vorjahr nach seiner Zeit in Kolumbien. Einer seiner Lieblings-Stops war der Machu Picchu. Also war klar, dass wir Peru auf keinen Fall aus lassen können. Die 4-Tages Wanderung war für meine Begriffe die einzige Möglichkeit die heilige Stätte der Inkas zu besichtigen. Ich weiß, sonderlich ausgiebig habe ich mich nicht mit der ganzen Veranstaltung auseinander gesetzt. Aber mit der Zeit habe ich mich mit dem Gedanken angefreundet.

Eines sonnigen Herbst-Tages haben wir den Frankfurter Flohmarkt besucht und Stefan schlug vor einige Tage in Cusco zu bleiben und dann mit dem Bus zum Machu Picchu zu fahren... Bitte? Es gibt einen Bus? Nachdem ich mich jetzt schon mit dem Gedanken abgefunden hatte, sind wir bei der Wanderung geblieben. Etwa eine Stunde später war die Tour gebucht, damit ich meine Meinung nicht mehr ändern konnte.

Als wir nach Kolumbien aufgebrochen sind, hatte ich starke Rückenschmerzen. Obwohl die Schmerzen nach einigen Yoga-Einheiten wesentlich besser waren, wollte ich meine Rücken nicht zu viel zumuten und habe einen Porter gebucht, der 6 kg meines Gepäcks tragen würde. Eine weise Entscheidung...

Erst als wir in Cusco ankamen, bemerkte ich wie unbedarft und schlecht vorbereitet wir eigentlich waren. Viele der Touristen in Cusco sind gut ausgestattet wenn es um Outdoor-Kleidung geht. Wir nicht! Unsere Ausstattung beschränkte sich auf unsere Sportsachen, zwei Regencapes und die Rucksäcke. Ich wäre fast der Panik-Kauf-Falle erlegen und hätte mir eine Vollausstattung gegönnt, aber Stefan konnte mich noch zurückhalten. Ich habe lediglich eine peruanischen Alpaka Pullover gekauft.

Ich muss wahrscheinlich nicht sagen, dass diese Tour einmalig und großartig ist. Ich habe nicht erwartet, dass ich die Zeit vor lauter Anstrengung überhaupt genießen kann. Meine Hoffnung war lediglich, dass ich den ganzen Ritt überlebe und nicht mit zu großen Blessuren zurückkomme. Entgegen aller Erwartungen habe ich die ganzen vier Tage genossen. Es war definitiv das Highlight unseres gesamten Urlaubs und ich würde es jedem, absolut jedem, weiterempfehlen. Wenn ihr die Gelegenheit habt an der Tour teilzunehmen, unbedingt machen. Und das auch ohne Einschränkung, wir haben jede Körperform und jedes Fitnesslevel auf dem Weg gesehen und am Ende haben es alle geschafft und waren glücklich. Je fitter man ist, desto einfacher ist der ganze Trip natürlich.

Hier sind einige Tips, die ich vorher gerne bekommen hätte:

  1. Ich habe die Stöcke geliebt! Auf der Busfahrt zum Startpunkt wurden wir gefragt, ob jemand Stöcke leihen möchte. Und ich bin unglaublich froh, dass ich die Gelegenheit wahrgenommen habe, da ich mit ihnen bergauf meine Beine entlasten konnte, wenn sie zu müde waren. Und auch bergab fand ich sie sehr hilfreich, insbesondere wenn die Steine etwas nass und somit rutschiger waren, sind sie von Vorteil. Sie haben nur ein paar Euro gekostet und waren für mich absolut ihr Geld wert. Außerdem können Sie gut am Rucksack verstaut werden, wenn ihr sie gerade nicht braucht.
  2. Wir haben unser großes Handtuch auf jeden Fall nicht gebraucht. Es war viel zu kalt um zu duschen. Das Wasser der Duschen, wenn welche vorhanden sind, ist eiskalt. Außerdem würde man so nur die stinkenden Menschen um einen herum riechen, wenn man selber duschen würde, da das sonst auch keiner macht. Lieber ein kleines Handtuch oder einen Waschlappen mitnehmen, fürs Zähne putzen und waschen.
  3. Damit komme ich schon zu dem absoluten Muss! Feuchte Tücher sind der große Lebensretter über die vier Tage. Mit Hilfe der Tücher kann man zumindest das Gefühl bekommen einigermaßen frisch ins Bett zu gehen. Ich hatte vier kleine Päckchen dabei, das hat gut gereicht. Als wirklicher Dusch-Ersatz kann das natürlich nicht gelten. Aber definitiv eine einfache Art nicht ganz im Dreck zu versinken.
  4. Dass der zweite Tag der schwierigste ist, ist weitläufig bekannt. Man überwindet 1.200 Höhenmeter. Als es immer weiter auf die 4.200m zuging, musste ich teilweise alle 20 Schritte ein Päuschen einlegen. Es ist nicht ganz einfach sich immer wieder zu motivieren weiter zu gehen. Aber im Hinterkopf behalten, dass man den ganzen Nachmittag Zeit hat sich zu erholen.
  5. Habt keine Angst vor der Qualität des Essens, das ihr auf dem Weg bekommt. Die Köche von unserem Anbieter (Peru Treks) waren super und haben es geschafft uns immer wieder zu überraschen was in so einer kleinen portablen Küche alles möglich ist. Esgibt nicht sehr viel Gemüse oder Obst, sondern sehr kohlenhydratlastige Gerichte. Wir hatten viel zu viele Müsliriegel und Kekse dabei, die wir eigentlich nicht gebraucht haben. Die getrockneten Früchte und Nüsse hätten definitiv als Snack ausgereicht.
  6. Da man auf dem Weg vieles anfasst, das nicht unbedingt vor Reinlichkeit strotzt und Waschbecken nicht an jeder Ecke anzufinden sind, fand ich eine kleine Flasche Desinfektionsmittel sehr hilfreich. Das kann man vor Ort in jeder Apotheke kaufen. Better safe than sorry. Auf dem Weg eine Infektion zu bekommen ist kein Spaß (Stefan kann davon berichten, beim ersten Mal gings ihm nicht so gut...).
  7. Wir hatten keinerlei Höhenkrankheit oder etwaige Anzeichen davon. Drei Tage vor dem Start der Tour sind wir in Cusco angekommen und hatten so genug Zeit um uns an die Höhe zu gewöhnen. Am Anfang ist man schnell außer Atem, aber daran gewöhnt man sich nach zwei bis drei Tagen. Keiner aus unserer Gruppe hatte mit großen Einschränkungen zu kämpfen. Dennoch ist es sinnvoll einige Kopfschmerztabletten mitzunehmen, für den Fall der Fälle.
  8. Ich besitze keine Regenjacke und habe daher auch keine mitnehmen können. Das ist die einzige Sache, die ich in Cusco hätte kaufen sollen. Es kann schnell recht kalt, windig und nass während der Tour werden, und das direkt nachdem man gerade angefangen hat zu schwitzen wegen der heißen Sonne. Ich würde mir definitiv eine Jacke kaufen, wenn ich die Tour nochmal machen würde.
  9. Ein Regencape ist ein Muss, eines das den Rucksack bedeckt. Bei uns hat es zum Glück nur am letzten Tag geregnet und erst da haben wir gemerkt, dass die Capes nicht dicht waren. Da wars dann nicht mehr ganz so schlimm....
  10. Wir (Stefan) hat fast das gesamte Wasser, das wir für die Tage brauchten getragen, weil wir beide dachten, dass das Wasser mit Reinigungstabletten schrecklich schmeckt. Ganz klare Anweisung, nehmt Wasser nur für den ersten Tag mit. Bis Anfang des zweiten Tages kann man immer noch Wasser auf dem Weg kaufen und danach bekommt man abgekochtes Wasser, was nicht schlecht schmeckt. Am Ende des zweiten Tages wird das Lager neben einem Fluss aufgeschlagen, der super frisches und sauberes Wasser führt. Hier kann man die Tabletten gut verwenden.
  11. Bucht einen Porter! Obwohl der Porter 6kg übernommen hat, hatte ich noch genug zu tragen, insbesondere der zweite Tag ist hart. So kann man das Erlebnis noch besser genießen.
  12. Nehmt frische Kleidung für die Nacht mit. So kann man, nach der Katzenwäsche, in frischer Kleidung schlafen. Ich habe in Skiunterwäsche geschlafen. So hatte ich auch für den Notfall etwas dabei, das ich unter meine Kleidung tagsüber ziehen konnte. Ansonsten waren zwei Jogginghose, drei Shirts und zwei warme Pullover ausreichend. Man sollte sich grundsätzlich eher in Lagen anziehen, da das Wetter schnell umschlagen kann.
  13. Ich würde auf jeden Fall raten, dass ihr euch sportlich betätigt in den Wochen und Monaten vor dem Trip. Den Trail kann jeder machen, so ist es nicht. Ich denke nur, dass man mehr von dem Erlebnis hat, wenn man besser trainiert ist. Wir besitzen beide keine Wander- oder Trekkingschuhe und haben unsere normalen Sportschuhe getragen. Meiner Meinung nach war das absolut ausreichend. Man sollte auf jeden Fall Schuhe anziehen, die eingelaufen sind und in denen man sich wohl fühlt.
  14. Genießt die Tour durch die Ruinen am Ende des Trails, auch wenn ihr müde seid. Wir waren völlig durchnässt, dank unserer hochqualitativen Capes. Am Nachmittag habt ihr noch genug Zeit euch in Aguas Calientes auszuruhen und die heißen Bäder zu genießen.
  15. Abschließend, bucht euch noch für zwei Nächte in ein schönes Hotel in Cusco ein um euch zu erholen. Wir sind erst gegen Mitternacht im Hotel angekommen und mussten am nächsten Tag um 7 Uhr los zum Flughafen. Schöner ist es, wenn man den nächste Tag noch zum Regenerieren hat.

Ich kann euch Tausende Tipps geben aber die Hauptsache ist natürlich: GENIEßT ES! Ich habe die vier Tage genossen, obwohl ich keine Regenjacke hatte und wir die Wassermassen mit uns rumgeschleppt haben. Macht euch nicht zu viele Gedanken bevor ihr den Trip startet. Vieles kann man in Cusco kaufen.

Wir haben in unserer Gruppe viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen wir immernoch in Kontakt sind. Alle zusammen hatten wir viel Spaß, selbst beim Aufstehen um 4.30 Uhr. Am Ende der Tour waren wir alle tatsächlich traurig, weil man so sehr zusammengewachsen ist.

Leider hatten wir am letzten Tag kein besonders schönes Wetter und keine strahlenden Fotos vom Machu Picchu - wie man oben sehen kann... Dennoch hatten wir eine großartige Aussicht und die Stimmung war zwar anders aber dennoch ganz besonders mit all den Wolken um uns herum.

Ich hoffe der Post hilft euch mit eurer Entscheidung oder den Vorbereitungen, die ihr treffen möchtet. Wenn ihr euch bald auf nach Peru macht, genießt es!

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